Vorlesewettbewerb der Goethe-Realschule Löhne 2025
Wenn Worte den Raum füllen – ein Finale, das man hören konnte


Seit 2017 gibt es an der Goethe-Realschule Löhne wieder einen Vorlesewettbewerb – und jedes Jahr verwandelt er einen ganz normalen Schultag in ein kleines Literaturereignis. Sechs Finalisten, gespannte Zuhörer und eine Jury mit wachem Blick: Wer konnte diesmal mit seiner Stimme überzeugen? Und wohin führt der Weg nach diesem schulinternen Höhepunkt?
Der Vorlesewettbewerb der Goethe-Realschule Löhne wurde 2017 von Frau Topcubasi wieder ins Leben gerufen und hatte auch 2025 nichts von seiner Faszination verloren. Hauptverantwortlich für die Organisation ist Herr Spielmanns, der den Lesekurs der Schule leitet und den Wettbewerb mit spürbarer Leidenschaft begleitet.
Der Wettbewerb ist fest im Lesekurs verankert, kann aber auch von anderen Kursen wie dem Förderkurs genutzt werden. Die Auswahl der Finalisten findet direkt im Lesekurs statt: Alle anwesenden Schülerinnen und Schüler entscheiden gemeinsam, wer es ins Finale schafft. In diesem Jahr waren es sechs Teilnehmende, die sich dieser besonderen Herausforderung stellten.
Im schulinternen Finale warteten gleich zwei Runden auf die Vorleserinnen und Vorleser. In der ersten Runde durfte jede und jeder einen selbst gewählten Text aus einem beliebigen Buch präsentieren – vorbereitet, geübt und mit persönlichem Bezug. Manche Stimmen zitterten leicht, andere klangen erstaunlich sicher, doch alle schafften es ihr ausgewähltes Buch spannend vorzutragen.
Runde zwei verlangte dann noch mehr Konzentration: Ein Fremdtext aus dem Buch „Die Penderwicks“, Band 1, musste vorgelesen werden. Etwa eine Minute Lesezeit, keine Vorbereitung. Das Buch von Jeanne Birdsall, dass im Carlsen Verlag erschienen ist, erzählt von den Ferienerlebnissen von vier Schwestern.
Aufmerksam verfolgte die Jury jede Betonung, jede Pause. Sie bestand aus den Deutschlehrerinnen der anderen Förderkurse: Frau Kracht, Frau Topcubasi, Frau Wiegmann und Frau Tausch. Letztere hatte dabei ein besonders wachsames Auge auf das Publikum.
Am Ende fiel die Entscheidung: Den ersten Platz belegte Celina Stellmach Gomes, dicht gefolgt von Gesa Tenekeci auf Platz zwei. Den dritten Platz erreichte Azem Yilmaz. Applaus erfüllte den Raum, erleichterte Gesichter mischten sich mit stolzem Lächeln.
Und wie geht es nun weiter? Auf Nachfrage erklärte Herr Spielmanns: „Der Schulsieger wird übermittelt, als Nächstes geht es zum Kreisentscheid nach Herford. Und je weiter man kommt, desto spannender wird es – denn jedes Mal muss ein anderes Buch gewählt werden.“ Eine neue Geschichte, eine neue Stimme, eine neue Herausforderung.
So endete der Vorlesewettbewerb 2025 nicht einfach mit einer Siegerehrung, sondern mit offenen Buchseiten in den Köpfen der Zuhörer. Vielleicht war an diesem Tag nicht jeder ein Gewinner, aber allein der Mut sich dieser Herausforderung zu stellen, bleibt am Ende der eigentliche Sieg.


Artikel geschrieben von Louis Rönitz und Tamo Vogler

Das Interview führte Tamo Vogler


Fotos von Louis Rönitz und Tamo Vogler



Der Vorlesewettbewerb der 6. Klassen


 


Regelmäßig findet in der Aula der Goethe-Realschule das Schulfinale des Vorlesewettbewerbs der 6. Klassen statt. Den Lehrerinnen und Lehrern des Faches Deutsch ist es ein großes Anliegen, die Schülerinnen und Schüler im Kompetenzbereich Lesen zu fördern. 

Die Organisation des Wettbewerbs ist zeitlich sehr herausfordernd, aber die Ergebnisse und die Freude, die alle beteiligten Personen, Schüler und Lehrer, dabei haben, ist jedes Mal deutlich spürbar. Außerdem motiviert es die Schülerinnen und Schüler, einfach mal doch zu einem Buch zu greifen. Dies ist am Ende wahrscheinlich der schönste Effekt.

 Der Vorlesewettbewerb 2024/25

Die Finalisten in diesem Jahr hießen Jan, Jayden, Hanna, Juliana, Mia und Henri. Diese Schülerinnen und Schüler lieferten sich einen engen Wettbewerb.

Die Jury (bestehend aus Herrn Spielmans, Frau Kracht und Frau Sieh) hatte auch in diesem Jahr einen schweren Job. Die KandidatInnen machten es ihr mit ihren fesselnden Vorlesefähigkeiten während der beiden Runden aber auch nicht einfach. Nach einer längeren Beratungen, während der hitzig diskutiert wurde, stand der SiegerIn fest: 

In diesem Jahr vertritt uns Mia aus der 6 b als Schulsiegerin des Vorlesewettbewerbs 24/25 in der regionalen Runde im Januar in Herford.

Bitte drückt ihr dafür fest die Daumen!




Der Vorlesewettbewerb 2022/23

In einem spannenden Vorentscheid hatten sich Tim, Mia, Nele, Nils, Naemi und Lenja durchgesetzt und sich die Finalteilnahme gesichert.


 

Im Verlauf der von Herrn Spielmans moderierten Finalrunde lasen alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zunächst einen vorbereiteten Abschnitt aus einem selbst ausgewählten Roman vor. In der zweiten Phase mussten sie ihre Vorlesekompetenz dann an einem unbekannten Text erproben.

Das Publikum, das sich aus allen 6. Klassen zusammensetzte, lauschte gebannt den unterschiedlichsten Texten, die allesamt hervorragend vorgelesen wurden. Das bemerkten auch Frau Broschinski, Frau Husemann, Frau Topcubasi und Frau Wiegmann, die als Jury nun die schwere Aufgabe hatten, eine/n Schulsieger/in zu ermitteln.
„Alle sechs waren unheimlich dicht beieinander. Die Wahl ist uns nicht leichtgefallen“, sagte Frau Broschinski später.
Schlussendlich sicherte sich Naemi den dritten Platz, Mia ergatterte die „Silbermedaille“ und Schulsieger des diesjährigen Vorlesewettbewerbs wurde Nils, der sich jetzt auf die nächste Runde auf regionaler Ebene vorbereitet.

Herzlichen Glückwunsch an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, das war wirkliche eine großartige Leistung!