Über die Motivation Schulturniere zu veranstalten - Interview mit Herrn Mikulski

 (Fotos: Brennfootballturnier am 27.03.2026)




Wenn der Ball springt und die Schule bebt


Sporthalle, Jubel, Teamgeist – und ein Ball, der für Überraschungen sorgt. Am 19. Dezember 2025 verwandelt sich die Sporthalle der Goethe-Realsch

ule in eine Arena voller Energie. Klassen, Lehrer und Helfer treffen sich zum großen Bounce-Ball-Turnier. Doch was macht dieses ungewöhnliche Turnier eigentlich so besonders – und warum sorgt es jedes Jahr für so viel Begeisterung?


8:00 Uhr, Sporthalle der Goethe-Realschule. Noch ist es ruhig. Doch das wird sich schnell ändern. Nach und nach treffen die Klassen ein. Um 9:10 Uhr beginnt das eigentliche Turnier. Schülerinnen und Schüler der verschiedenen Klassen stehen gespannt am Spielfeldrand, während das Lehrerteam und die Sporthelfer die letzten Vorbereitungen treffen. Einige Schüler lachen, andere diskutieren bereits über Taktiken. Auch an die Sicherheit wurde gedacht: Schulsanitäter sind in Wechselschichten vor Ort, bereit einzugreifen, falls doch einmal jemand stolpert oder ein Ball zu enthusiastisch verfolgt wird. Herr Mikulski, der das Turnier gemeinsam mit dem Lehrerteam organisiert, gibt uns ein Interview. Zwischen zwei Spielen nimmt er sich kurz Zeit für ein Gespräch. „Das Bounce-Fußballturnier stärkt die Schulgemeinschaft, und Schule ist ja nicht nur ein Lernort“, sagt er und schaut dabei über das Spielfeld, wo gerade zwei Teams um den nächsten Punkt kämpfen. „Es ist etwas Besonderes und bringt tolle Stimmung.“ Tatsächlich ist die Stimmung in der Halle kaum zu überhören. Jeder Treffer wird laut bejubelt, jeder misslungene Pass mit einem kollektiven „Oooh!“ kommentiert. Die Organisation des Turniers sei zwar Routine, erzählt Mikulski, ganz ohne Aufwand gehe es aber nie: „Die Organisation des Turniers lief so wie immer, aber man musste es halt planen, und dadurch kam es zu Vertretungen, da ein paar Lehrer durch das Turnier ausfallen.“ Ein wichtiger Teil des Turniers sind die Sporthelfer, die überall gleichzeitig gebraucht werden: beim Aufbau, bei der Spielleitung oder beim Aufwärmen. „Die Sporthelfer waren sehr wichtig und eine sehr große Unterstützung, bei allem – zum Beispiel beim Aufwärmen oder bei der Planung“, erklärt Mikulski. Dass das Turnier mit Bounce Ball gespielt wird, hat ebenfalls einen Hintergrund. „Leider mussten solche Turniere wegen Corona damals eine kurze Pause machen“. Auf die Frage warum es überhaupt Bounce ball sein musste, meinte er: „Bounce Ball wurde gewählt, weil alle die gleichen Voraussetzungen haben – es ist für alle eine unbekannte Sportart.“ Und genau das merkt man: Niemand hat einen Heimvorteil, alle lernen gleichzeitig dazu. Manchmal entstehen dabei spektakuläre Spielzüge – manchmal auch sehr kreative Fehlpässe. Auffällig ist jedoch das Verhalten der Schüler auf dem Spielfeld. Trotz des Wettbewerbs bleibt die Atmosphäre fair. „Es gab keinerlei Unfairness, und das Verhalten der Schüler war positiv und sehr sportlich“, sagt Mikulski zufrieden. Beim Blick auf die Entwicklung der letzten Jahre wird er allerdings auch ein wenig nachdenklich: „Bewegung kann verbinden. Auch das Lehrerteam lässt sich vom sportlichen Ehrgeiz anstecken. „Das Lehrerteam war immer motiviert, und sie haben das Turnier nicht mit Leichtfertigkeit genommen“, meint Mikulski mit einem Schmunzeln. Gegen 13:00 Uhr ist das Turnier schließlich beendet. Nach der Siegerehrung, welche so ablief, dass die 10b den ersten-, die 10a den zweiten-, die 9b den dritten- und die 9a den vierten Platz belegte, hallt noch einmal ein lauter Jubel durch die Sporthalle.
Und vielleicht ist das die wichtigste Erkenntnis dieses Vormittags: Manchmal braucht es für gute Stimmung keine perfekten Profis, keinen großen Pokal und nicht einmal eine bekannte Sportart. Manchmal reicht einfach ein Ball, der unberechenbar springt – und eine Schule, die für ein paar Stunden gemeinsam hinter ihm herrennt.

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